Welches Trekkingzelt
Man kann zunächst einmal unter Doppeldachzelten und einwandigen Tropfsteinhöhlen trennen. Bei letzteren kondensiert das von den Bewohnern verdunstete Wasser an der Zelt Innenseite und führt zu einem besonderen nass feuchten Zelt Klima, welches nur für Liebhaber besagter Gewächshäusern einen gewissen Reiz hat. Ein Beispiel für diese Bauart ist die berühmte Dackelgarage der Bundeswehr. Aber ebenso in Kaufhäusern werden gelegentlich solche Superleichtzelte angeboten. Ein Sonderfall der Einwand Zelte sind GoreTex Zelte und Exped Downmat. Doppeldachzelte bestehen aus einem wasserdichten Überzelt und einem durchlässigen Innenzelt. Ebenfalls hier kann das nasse Element am Außenzelt kondensieren. Es läuft doch in der Regel an der Zeltwand ab ohne die Zeltbewohner zu reizen. Ebenso auf das Innenzelt abfallendes Kondenswasser stellt keine Beeinträchtigung dar. Ein weiterer Vorteil von Doppeldachzelten ist die andere Isolationswirkung durch die stehende Luftschicht zwischen Innen- und Außenzelt. In warmen Gebieten, kann man überdenken, ob man zur Gewichtsersparnis das Innenzelt zu hause lässt. Wenn für ausreichend Durchlüftung gesorgt ist, hält sich hier das Kondenswasser- Problem in Grenzen. Die einzelnen Zeltformen differenzieren sich vor allem im Verhältnis Bodenfläche nutzbarer Fläche. Daneben trennen sie sich unter anderem in der Zahl der zum Aufstellen benötigten Heringe. Für jeden Zelttyp lässt sich eine theoretische Mindestzahl von Heringen angeben. Mit dieser Anzahl steht das Zelt ohne umfallen. First Zelte sind weder freistehend noch verfügen sie ein gutes Platzangebot. Die nutzbare Fläche beträgt einfach die Hälfte der Bodenfläche. Dazu kommt, dass meist noch die Zeltstangen welche mitten im Eingang stehen. Dazu sind Firstzelte Wind empfindlich und benötigen zum Aufstellen eine große Anzahl Heringe. Firstzelte sind nur für Kinder zum Spielen im Garten zu empfehlen. Bei Expeditionen finden sich Pyramidenzelte als Basislager Zelte. Vorteil ist, dass man bei ausreichender Größe des Zelts in der Mitte Stehhöhe hat. Nachteile sind neben dem hohen Gewicht die geringe Nutzfläche und die störende Stange in der Mitte. Pyramidenzelte sind ebenso windanfällig wie Firstzelte. Freistehend sind sie natürlich ebenfalls nicht.
Silvio Graupner