Woher kommen Trends bei Bilderrahmen und Einrahmungen?
Auch Bilderrahmen sind starken Modetrends unterworfen. Doch woher kommen diese Trends und Modeerscheinungen - welche sind hausgemacht, welche kommen von außen? In diesem ersten Teil zu dieser Fragestellung wird auf die Einflüsse von außen eingegangen.
Sicher ist, dass Einflüsse und Moden bei Bilderrahmen nur zum Teil direkt aus der Bilderrahmen Branche kommen. Trends bei Bilderrahmen kommen aus der Möbelindustrie, der Modebranche, der Reiseindustrie und von Reisegewohnheiten, sie sind von neuen technischen Möglichkeiten geprägt und schließlich sind sie von aktuellen Kunstrichtungen beeinflusst. Auch politische und wirtschaftliche Entwicklungen können eine Rolle spielen, ebenso wie der vielbeschworene Zeitgeist: in konjunkturell und politisch weniger optimistischen Zeiten werden der Erfahrung nach konservativere Bilderrahmen und Passepartouts mehr geschätzt, und die Bilderrahmen Branche legt z.B. ältere Modelle erneut auf, etwa profiliertere Barockrahmen. Als historisch bekanntes Beispiel: Der Rückzug ins Private und “Heimelige” wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als Biedermeier-Zeit bekannt. Insbesondere die aus dieser Zeit stammenden Bilderrahmen haben es aufgrund ihrer konservativen, bürgerlich-anmutenden Schlichtheit zu einiger symbolhafter Berühmtheit geschafft und können diese These unterstützen. Politische und wirtschaftliche Entwicklungen sind natürlich nur ein Einfluss, wichtig ist die Modebranche, deren Farbtrends von anderen Lifestyle-Bereichen wie Inneneinrichtung aufgenommen werden, die schließlich auch die Einrahmungen von Bildern betreffen.
Aus dem Bereich der Innenraumgestaltung etwa kommt die Mode, Keilrahmenbilder und Leinwandbilder ohne Bilderrahmen aufzuhängen. Es versteht sich von selbst, dass diese Modeerscheinung kaum von der Bilderrahmen Branche kommen kann. Andererseits wurde diese Mode auch durch neuere technische Entwicklungen erst ermöglicht, nämlich dass Kunstdrucke oberflächenbearbeitet werden können und dadurch erst wie Original-Ölgemälde erscheinen - zu wesentlich günstigeren Preisen.
Aus der globalen Reisetätigkeit mit Billigangeboten nach Mallorca, in die Karibik und nach Asien nehmen Touristen gerne ihre Urlaubseindrücke mit nach Hause, und dies gerne festgehalten auf äußerst günstigen Ölbildern. Karibische Motive, die meistens sehr bunt sind, verlangen natürlich auch nach einem bunten, aber schlichten Rahmen, der nach Möglichkeit nicht das Zwanzigfache des Bildes kosten sollte. Die Idee z.B., rattanstrukturierte oder bambusstrukturierte Bilderrahmen Oberflächen mit bunten Farben zu bearbeiten kommt direkt aus der Tourismusbranche. Stile wie der Landhausstil oder Kolonialstil (Rattan) kommen ebenso über die Tourismusbranche in die Möbelindustrie und von dort zum Gemälde und Bilderrahmen.
Auch das Digitalzeitalter bei Fotoapparaten, indem sich fast schon jeder Hobbyfotograf zum Künstler berufen fühlt, setzt Trends: selbst anspruchsvolle Bilderrahmenhersteller, die auf sich halten, haben ein breites Angebot an Fotowechselrahmen auf den Markt gebracht, um diese Entwicklung nicht zu verpassen. Auch professionelle und sehr gut sortierte Rahmenhandlungen müssen auf diesen Trend reagieren und haben ein breites Angebot an Fotowechselrahmen in ihrem Angebot.
Der erfahrene Einrahmer von Bildern wird sich auf solche Trends einstellen und ein entsprechendes Angebot an Postern, Kunstdrucken, Bilderrahmen aus Holz und Aluminium (für besagte Fotografien) anbieten und einen entsprechenden Vorteil gegenüber weniger erfahrenen Anbietern haben.